Run and Om

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„Meine Tor“ – von Ulf Kühne

Schon seit vier, fünf Jahren schwirrte bei mir im Kopf das Gespenst „Tor des Geants“ herum. Ein 330-Kilometer-Rennen durch das Aostatal mit 24.000 Höhenmetern, welches in 150 Stunden zu bewältigen ist. „Das mache ich mal,“ sprach ich zu mir, „Irgendwann…“

Sollte es Zufall sein, dass ich Anfang des Jahres immer wieder auf der Seite des Veranstalters surfte? Wahrscheinlich nicht, denn schließlich wagte ich die Anmeldung. „Man kann es ja mal probieren“, dachte ich. Weiterlesen


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Wer setzt Deine Grenzen…?

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In keine fünf Minuten fällt der Startschuss. 828 Männer und Frauen stehen bereit für das Rennen ihres Wettkampfjahres. Ich würde weiter gehen, für Viele von ihnen ist es das Rennen ihres Lebens: 330 Kilometer und 24.000 Höhenmeter müssen in knapp einer Woche bewältigt werden. Die Schnellsten von ihnen schaffen es in drei Tagen und Nächten.

Die Tor des Geants (Die Tour um die „Riesen“ Mont Blanc, Monte Rosa, Matterhorn, Grande Murrailes, Dent d´Hérens, Grand Combin, Grand Jodasses und Gran Paradiso) ist ein Rennen, das meine Vorstellungen von einem Ultratrail sprengt. Weiterlesen


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Der Sigrid-Eichner-Marathon oder: Run with Your Heart

Es ist Samstag Morgen, der 13. August. Der Tag des 5.Berliner Mauerweglaufs, eines Laufs von 100 Meilen gegen das Vergessen der Berliner Mauer. Einhundert Meilen, die hunderte von Ultraläufern auf sich nehmen und bis in den nächsten Morgen hinein zu Ende laufen werden. Und soeben, bei Kilometer 20, passierte uns in leichten kurzen Schritten eine ältere Dame. Klein, schlank, zerbrechlich, und doch voller Kraft und Zielstrebigkeit. Und wer läuft und sich für das Laufen in Deutschland interessiert, weiss sofort: Das ist Sigrid Eichner. Weiterlesen


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Treppenliebe – oder: Ein Engel in letzter Sekunde

Ich ziehe meinen Koffer schweigend über das Vorfeld zum Flugzeug, um mich herum plappern meine Kolleginnen fröhlich über ihre Vorhaben und Pläne in San Francisco, und ich bin in Gedanken so gar nicht bei der Sache. Noch vor keinen 14 Stunden pellte ich mich aus meinen stinkenden Laufklamotten, rutschte in die Badewanne und dachte immer und immer wieder über die verrücktesten letzten 24 Stunden seit langem nach:

Dass wir zu diesem Treppenmarathon in Radebeul wollten, wussten wir schon lange. Meine Trailschwestern und ich liebten verrückte, besondere Veranstaltungen. Und dieser Mount Everest Treppenmarathon war DEFINITIV verrückt und noch mehr besonders: Inmitten von Weinbergen ragt diese Spitzhaustreppe ganz unschuldig hervor und lockt zahlreiche Touristen nach Radebeul. Doch wer es mit ihr aufnimmt, kommt nach kurzem ordentlich ins Schnaufen. 397 Stufen bis zum Gipfel und halbem Herzstillstand.FullSizeRender-4

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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

Enlight1Neulich abends sortierte ich mal wieder Bilder aus und entrümpelte meinen überquellenden Foto- und Erinnerungsordner, da er sich so langsam nicht mehr schließen ließ. Ich neige dazu, alle Kleinigkeiten und Schnipsel, die mich an Wettkämpfe, Läufe und Reisen erinnern, aufzuheben, bis es eben nicht mehr geht und der Papiercontainer ruft.

Bis mir das Foto von meinem ersten Marathon in die Hände fiel. Und auch das Zielfoto des allerersten Halben sowie meines ersten Ultralaufs. Diese Erinnerungen sind so kostbar und wichtig, einmalig und motivierend, dass ich sie immer aufheben werde. Und ich kenne kaum Personen, die keine ach, so teuer erstandenen Bilder ihres ersten großen Wettkampfs in der Schublade haben. Weiterlesen


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Der Tokyo Marathon oder Ganbatte kudasai!

Wer mich kennt, weiss, wie sehr ich Japan liebe. Mit neunzehn Jahren japanische Vokabeln gebüffelt, zig Male das Land bereist, Toshiro Mifunes Filme aufgesogen und mir die Nase so lange an einem Kimonoladen in Osaka plattgedrückt, bis ich schließlich mein eigenes antikes Original besaß.

Da war es klar, daß der Tokyo Marathon schon lange auf meiner Bucket List stand, und ich versuchte ganze drei Jahre lang, durch die Lotterie zu rutschen. Erst 2014 bekam ich die tolle Nachricht, dass es geklappt hat, und damit wurde der 22.Februar 2015 im Kalender eingekreist. Weiterlesen


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Ins 2015 hineinmeditieren – warum nicht?

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Die Zeit zwischen den Jahren, inmitten der Weihnachts-, Jahreswechsel- und Jahresresümee-Hysterie nutze ich meist, und dieses Mal ganz besonders, um mich zurückzuziehen, durchzuschnaufen, die Dinge sacken zu lassen und sie von aussen zu betrachten. Das ist der beste Moment, das Meditationskissen zu entstauben und endlich wieder regelmäßig zu „sitzen“. Weiterlesen


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Startnummer 261 – ein Symbol für Mut und Furchtlosigkeit

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Ich gestehe – reine Frauenläufe waren mir bis vor kurzem ein wenig suspekt: Viel Pink und Lipgloss, auf den Shirts ein grosses „Powerfrau“ und Hand in Hand im Marschschritt durch das Ziel. Wirklich meins war es nicht, doch die Intention dahinter gefiel mir: Frauen, die sonst Lauf-Veranstaltungen mieden,  sei es aus Scheu vor den starken und wettkampforientierten Männern, sei es aus Mangel an Selbstbewusstsein, oder einfach aus Lust an einer reinen Spass-Veranstaltung, schnürten hier ihre Schuhe und liefen los. Wenn ich meine Nachbarin jedes Jahr beobachte, wie sie von ihren Freundinnen freudestrahlend abgeholt wird, ihren Kittel (rein symbolisch natürlich 😉 !) in die Ecke wirft und mit ihnen zum Frauenlauf loszieht  (einheitlich angezogen, meist in Lila, herzallerliebst), muss ich schmunzeln und wünsche den Ladies einen Nachmittag voller Gaudi!

Dann aber habe ich Anfang des Jahres Edith aka Running Zuschi kennengelernt und diese tolle und übrigens blitzschnelle Frau schnell in mein Herz geschlossen. Sie hat in Österreich einen Frauen- und Mädchen-Lauftreff ins Leben gerufen und machte mich auf eine neuen Frauenlauf aufmerksam, den 261 Women´s Marathon & 10K   in Mallorca. Ich fing sofort Feuer: Weiterlesen


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Cook & Run *so absolutely* Happy mit Scott Jurek

Als die Einladung von Brooks Running zu einem veganen Pre-Marathon-Dinner in meinem Postfach landete, zögerte ich keine Sekunde, auch wenn ich mich normalerweise zwölf Stunden vor einem Marathon-Lauf eher im Pyjama mit Nudelschüssel im Schoss und Beinen auf der Couch sah. Als ich dann auch noch erfuhr, daß die Lauflegende Scott Jurek zu Gast war und mit uns kochen würde, war die Vorfreude perfekt. Dann würde das Carboloading eben etwas später in den Abend fallen. Weiterlesen


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Das Trail-Nonplusultra UTMB – Unvergessliches vom Streckenrand

c28 Wer auf Trails läuft, Trailwettkämpfe bestreitet, Trailmagazine liest, in Trailforen stöbert oder mit Trailläufern (-Freaks 😉 ) abhängt, stösst früher oder später auf diese vier Buchstaben, die mit einer gewissen Ehrfurcht, einem Hauch von Angst und viel Respekt ausgesprochen werden. Read-my-lips: U-T-M-B. Aaaah.. Weiterlesen